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Auslauf in der Hühnerhaltung

Warum ist er notwendig

Möchte man Hühner züchten oder generell Hühner halten, so ist ein Auslauf von großer Bedeutung.
Der Auslauf

Dieser muss eine Struktur, eine gewisse Vielfalt und natürlich viel Platz bieten. Der Auslauf stellt für Hühner den wesentlichen Lebensraum dar, denn dort werden sie die meiste Zeit des Tages verbringen.
Außerdem hat die Gestaltung des Auslaufs einen elementaren Einfluss auf das Wohlbefinden sowie der Zufriedenheit der Tiere. Hühnern sollte man die Möglichkeit geben zu jeder Jahreszeit und auch zu jeder Tageszeit draußen sein zu können, damit sie ihren arteigenen Beschäftigungen in der Natur nachgehen können. Sie verbringen den größten Teil des Tages damit Nahrung zu suchen und Dinge zu erkundigen, da sie sehr neugierige Tiere sind.

Erkundungsverhalten

Trotz, dass die Hühner durch ihren Halter regemäßig Futter bekommen bzw. das Futter immer frei zur Verfügung steht, folgen sie ihren Instinkt und sind die meistens Stunden des Tages auf der Suche nach Insekten, Kräuter, Beeren, Samen und Gräsern.
Dieses tägliche Erkundungsverhalten wird zwischendurch von Ruhepausen unterbrochen. In denen sonnen sie sich oder nehmen ein Sandbad, welches zur Haut- und vor allem Gefiederpflege dient. Des Weiteren nehmen sie sich auch eine Auszeit, falls es zu einer Eiablage kommen sollte.

Gefahren beim Auslauf
Hühner gehören ursprünglich zu den Waldbewohnern und fühlen sich somit unter freiem Himmel auf großen ungeschützten Flächen unsicher. Dies hat den Grund, dass sie auf solchen ungeschützten Flächen ihren größten Feinden, nämlich den Greifvögeln, ausgesetzt sind, weshalb sie geschützte Verstecke wie zum Beispiel unter Bäumen, Hecken und Sträuchern bevorzugen. Dort haben die Hühner an warmen Tagen einen Schattenplatz und sind an stürmischen Tagen zudem wind- sowie regengeschützt. Außerdem befinden sich an solchen Orten die meisten Insekten, die sie benötigen um sich zu ernähren. Auf Grund ihrer Natur und ihrem Ursprung, ist ein gras- und wildkräuterbewachsener Auslauf mit Bäumen, Büschen und Sträuchern optimal.
Weshalb ist ein Hühnerauslauf von so großer Bedeutung?

Es gibt viele Vorteile eines großen Hühnerauslaufes, jedoch sind diese vier Punkte ausschlaggebend:

  1. Artgerechte Haltung:
    Es ist logisch, dass sich die Hühner wohler fühlen, wenn sie ihren natürlichen Gewohnheiten nachgehen können wie zum Beispiel das Picken, Scharren und Hudern. Des Weiteren sind Hühner ursprünglich Waldbewohner, weshalb es in ihrem Interesse liegt, alles zu erkundigen und auf Nahrungssuche zu gehen. Dazu benötigen sie einen großen waldähnlichen Auslauf. Hühner die nur im Stall gehalten werden, können sich nicht ausleben, wodurch sie unzufrieden sind.
  2. Beschäftigung:
    Hühner benötigen viel Beschäftigung. Diese kann ihnen durch einen großen Auslauf mit Büschen, Sträucher, Bäumen und Rasen eindeutig gegeben werde. Hühner, die im Stall leben, haben diese nicht und weisen deshalb auffällige negative Verhaltensmuster auf, wie zum Beispiel das Federfressen und sich gegenseitig Verletzungen hinzufügen. Der Grund für ein solches Verhalten ist, dass die Tiere depressiv werden können und unzufrieden sind, da sie keine Bewegung haben. Dadurch wird die Eiablage verringert, was für den Halter sehr vom Nachteil ist.
  3. Abwechslungsreiche Ernährung:
    Hühner bekommen zwar immer Futter allerdings fressen sie auch abgesehen von ihrem Futter jeden Tag andere Dinge, die sie in ihrem Auslauf finden. Ein großer Auslauf bietet ihnen eine zusätzliche Futterquelle, wie zum Beispiel Gräser, Kräuter, Insekten oder auch herabgefallenes Obst. Diese gesunde Alternative ist wichtig, da sie zum Einen den Hühnern gut schmeckt und zum Anderen die Defizites des Hühnerfutters ausgleichen.
  4. Reduzierte Futterkosten:
    Hühner werden in einem großen Auslauf sehr viel Nahrung finden. Dadurch reduziert sich die Futteraufnahme des Fertigfutters in der Regel um die Hälfte, wenn Sie die Hühner überwiegend draußen lassen. Somit wird eine Menge an Kosten gespart.
Bewegungsfreiheit

Der Auslauf sollte nicht nur eine natürliche Beschaffenheit bieten, sondern auch viel Bewegungsfreiheit ermöglichen. Ist der Auslauf zu klein, können Sie das daran erkennen, dass im Rasen zu viele kahle Stellen entstehen. Im besten Fall ist natürlich ein räumlich nahezu unbegrenzter Auslauf, der in einer artgerechten Haltung favorisiert wird. Dies ist besser für die Rasendecke, die Hühner, die Eier und im Endeffekt dadurch auch für den Halter.
Im Idealfall sehen Sie Ihre Hühner im Auslauf entspannt rum liegen, währenddessen der Hahn sie beschützt oder wie sie ihre Umgebung gelassen erkundigen. Durch das Beobachten der gesamten Herde, kann man die Verhaltensweisen der Hühner genau studieren.
Um dies zu erreichen muss ein Auslauf genau durchdacht geplant, angelegt und dementsprechend gepflegt werden.
Zudem gibt es unterschiedliche Varianten von Hühnerausläufen. Idealerweise bauen Sie ein Mehrkammersystem oder einen Wechselauslauf. Diese erzielen eine Regeneration der Grasnarben und verringern den Keimdruck durch Fadenwürmer, Kokzidien und Bakterien. Das liegt daran, dass sich der Boden auch in diesem Fall regenerieren kann und dadurch eine zirkuläre Ansteckung durch die pickende Wiederaufnahme von Bakterien sowie Parasiten reduziert werden kann.
Im weiteren Artikel wird Ihnen nun genauestens erklärt auf welche Faktoren Sie achten müssen, falls Sie einen Hühnerauslauf bauen wollen und warum dieser im Allgemeinen so wichtig für die Tiere ist. 

Wie groß muss ein Hühnerauslauf sein?

Grundsätzlich kann ein Hühnerauslauf nie groß genug sein. Aber in der Regel reicht ein normal großer Auslauf, welcher keine Nachteile gegenüber einem sehr großen hat. Doch was ist klein, normal groß oder sehr groß?
Dies hängt natürlich davon ab, wie viele Tiere der Halter besitzt. Normalerweise, wenn Sie ihren Hühnern einen ausreichend interessanten Lebensraum für ihr Verhalten bieten wollen, dann muss er mindestens 10qm pro Huhn haben. Bei einer gewöhnlichen Haltung, also keine Zucht, reicht ein Auslauf bei 10 bis 30 Hühnern von ungefähr 50 bis 500qm.
Sie sollten sich grob an diese Maßangaben halten, denn ein zu kleiner aber auch ein zu großer Auslauf haben ihre Nachteile.
Der zu kleine Hühnerauslauf:
Bei diesen sind im Rasen nach nur sehr wenige Wochen die ersten Grasnarben zu sehen. Nach ein paar weiteren Wochen, wird wahrscheinlich kein einziger Grashalm zu sehen sein. Des Weiteren werden bei zu kleinen Ausläufen schneller Bakterien und Parasiten übertragen. Da die Hühner zu wenig Platz haben, ist der Rasen voller Kot. Dazu kommt, dass stetige picken, wodurch sie ganz schnell alles schädliche Aufnehmen und dadurch erkranken können. Dies wiederum ist teuer für den Halter, der Medikamente für alle Hühner kaufen muss.
Der zu große Auslauf:
Ein großer Auslauf hat eine Fläche von mindestens 1000qm. Hier kommt es darauf an, wie man den Auslauf gestalten wird. Besteht er einfach aus einer großen Wiese mit ganz wenig Sträuchern oder Büschen, dann werden sich alle Hühner nur in der Nähe des Stalls aufhalten. Also entstehen auch in diesem Fall wieder kaputte Rasenflächen. Das hat den Grund, dass die Tiere große freie Flächen meiden, welche keinerlei Deckungsmöglichkeiten bieten. Diese benötigen sie, damit sie sich vor Feinden, speziell vor Greifvögeln, schützen und verstecken können.
Hat der große Auslauf nun genug Sträucher, Bäume und Büsche, fühlen die Hühner sich sicher und werden sich nicht ausschließlich in der Nähe des Stalls aufhalten.

Varianten des Hühnerauslaufs

Möchten Sie nun einen artgerechten Hühnerauslauf bauen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Diese werden in den folgenden Abschnitten näher erläutert.

  1. Der unbegrenzte Auslauf
    Der unbegrenzte ist natürlich die beste Variante für Hühner, es ist Luxus. Allerdings ist diese Art kaum noch realisierbar.
    Dazu muss man in einer sehr ländlichen Gegend wohnen, da in innerorts oder auch im Landkreis sehr viele befahrene Straßen sind, viele Siedlungen und auch Strebergärten, in denen eventuell Gemüse angebaut wird.
    Abgesehen von diesen Einschränkungen, weshalb es kaum noch unbegrenzte Ausläufe gibt, gewöhnen sich aber die Hühner sehr schnell daran und kommen zum Abend alleine zu ihrem Hühnerstall zurück.
  2. Die feste Einzäunung:
    Die am Häufigsten gewählte Variante ist der eingezäunte Auslauf. Der Zaun ist ein spezieller Hühnerzaun, durch den die Tiere nicht entweichen können. Die Höhe des Zaunes hängt allerdings von der Hühnerrasse ab. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Variante im Bezug der Kosten sehr übersichtlich ist.
  3. Die mobile Einzäunung (Geflügelnetzt):
    Die mobile Einzäunung ist eher bekannt unter dem Geflügelnetz. Diese Variante ist eher als eine Überganglösung gedacht. Schließlich ist das Netz nur ein Meter hoch und lässt sich in nur wenige Minuten aufstellen. Deshalb ist es sehr instabil, weshalb es nicht dafür geeignet ist, die Hühner über einen längeren Zeitraum in so einem Auslauf zu halten. Das Geflügelnetzt eignet sich jedoch für einen großen Auslauf, der unterteilt werden soll. Hier speziell für den Wechselauslauf. Dort kann man bestimmte Flächen immer wieder abtrennen, damit sich der Boden regenerieren kann.
Die Hühnervoliere-Optimaler Schutz vor Fressfeinden

Möchten Sie ihre Hühner vor deren natürlichen Feinden schützen, so bietet die Hühnervoliere die bestmöglichste Lösung. Diese wird rund um den Zaun befestigt und besteht aus feinmaschigen aber dennoch robusten Volierengitter. Weist die Voliere keine Mängel auf, so passt nicht einmal eine kleine Maus durch die Maschen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass somit Ihr Auslauf zudem auch ausbruchsicher ist. Vor allem bei teuren und wertvollen Hühnerrassen oder bei flugfähigen Hühnern, ist die Voliere die beste Wahl.
Jedoch ist diese Art von Sicherheit sehr kostspielig. Deshalb werden sie oft nur für Ausläufe mit rund 10 bis 30qm verwendet.

Wie muss der Auslauf strukturiert werden?

Haben Sie nun einen größeren Auslauf für Ihre Hühner, muss dieser dementsprechend aufgebaut und strukturiert sein. Dies leitet sich von dem Verhalten der Hühner ab, welches Sie am Besten morgens, wenn die Tiere in den Auslauf dürfen, beobachten können. Um so größer der Auslauf ist, desto besser ist dies zu erkennen.
Sobald die Hühner raus dürfen, laufen sie in sehr aufrechter Haltung schnell zu einem Baum oder zu Büschen, bei denen sie dann anhalten. Dort sind sie schließlich sicher vor Feinden.
Die aufgerichtete Haltung ist ein Zeichen für Freude, woran man erkennen kann, wie wichtig ihnen es ist, draußen frei rum laufen zu können. An Hand des Verhaltens wissen Sie nun, dass die Hühner auf jeden Fall Bäume, Sträucher und Büsche benötigen unter denen sie Schutz finden können.
Vor allem am Morgen gehen die Tiere auf Entdeckungstouren sowie auf die Nahrungssuche, wobei sie ebenfalls wieder die offenen Flächen meiden. Somit sollten ungefähr 2/3 der Wiese mit Bäumen bedeckt sein. Vor allem Obstbäume sind sehr gut geeignet, da Hühner sich von dem Fallobst ernähren.
An warmen Tagen, bei denen vor allem die Sonne scheint, suchen sich die Hühner einen Schattenplatz. In der Regel liegen sie unter Sträuchern. Außerdem nehmen sie gerne Sandbäder um ihr Gefieder zu reinigen. Deshalb sollten in Ihrem Auslauf genügend Sträucher vorhanden sein sowie dazwischen immer wieder Gruben, die mit Sand befüllt sind.

Die Wiese des Auslaufs hat kahle Stellen-Wie erhält man Grasnarben?

Zu den üblichen Verhaltensweisen der Hühner gehört das Scharren und Picken um Nahrung zu finden sowie die Umgebung zu erkundigen. Die Ausprägung des Scharrtriebs variiert je nach Hühnerrasse. Es gibt welche, die überhaupt nicht Scharren.
Das Scharren ist allerdings bezüglich des Auslaufs sehr vorteilhaft, da in der Wiese schnell Löcher entstehen und im Zuge dessen kahle Stellen.
Nun sollten Sie einige Dinge beachten um wieder Grasnarben zu erhalten.

  1. Stellen Sie den Hühnern Flächen zur Verfügung auf denen sie scharren können. Dazu eignet sich besonders gut ein Boden aus Sand und Erde auf dem sich gelegentlich ein paar Sträucher befinden. Dies nutzen die Tiere gerne zum Scharren.
  2. Sollten sich bereits kahle Stellen in ihrem Auslauf befinden, dann gibt es die Möglichkeiten auf diesen Draht, welcher feine Maschen besitzt, zu legen und diesen zum Beispiel mit Steinen zu beschweren. Nun können sich dort neue Grasnarben bilden, weil die Tiere auf dem Draht nicht Scharren werden.
  3. Der Wechselauslauf ist eine optimale Lösung. Sie können die Bereiche mit dem Geflügelnetzt abtrennen und dadurch bestimmen, wo die Hühner hindürfen und wo nicht. Somit können sich Stellen, die schon sehr kaputt sind durch eine zu starke Beanspruchung, wieder regenerieren.