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Die Glucke mit Küken

Was Sie beachten müssen

Natur- statt Kunstbrut
Wird die Naturbrut anstatt die Kunstbrut mit einem Brutautomaten angestrebt, so ist die Glucke für den gesamten Brutprozess verantwortlich. Der Begriff „Glucke“ definiert eine Henne, welche die natürliche Brut anstrebt, anschließend durchführt und in Folge dessen die geschlüpften Küken führt. Ein bis zwei Mal im Jahr werden die Hennen „brütig“. Dies geschieht in der Regel im Frühjahr und im Frühsommer. Zu diesem Zeitpunkt werden die Hennen zu Glucken. Dafür ist der Instinkt der Henne verantwortlich, der dafür sorgt, dass die Henne die Fortpflanzung anstrebt sowie für den Nachwuchs sorgen möchte. Trotz, dass die Glucke die Eier ausbrüten wird und die Küken aufziehen wird, muss sich zuerst um das Wohlergehen der Henne gekümmert werden. Schließlich wird sich nur eine gesunde und energievolle Henne gut um ihre Küken kümmern können. In den folgenden Abschnitten wird genau erklärt, welche Punkte beachtet werden müssen, damit sowohl die Glucke als auch die Küken eine bestmögliche Versorgung erhalten.
Die Pflege der Glucke während des Brutprozesses

Verlässt die Glucke nicht mehr ihr Nest, fängt an gluckende Geräusche von sich zu geben, hat eine geduckte Körperhaltung im Nest und hat kahle Stellen im Brustbereich, so können Sie davon ausgehen, dass die Glucke nun damit beschäftigt ist ihre Eier auszubrüten.
Als erstes sollte sie in einen Gluckenstall gesetzt werden, in dem sie ihre Ruhe vor den anderen Hühnern hat. Schließlich verbraucht die Glucke sehr viel Energie, da sie kaum noch fressen und trinken wird, weil sie die meiste Zeit im Netz liegen bleibt.
Deshalb muss die Glucke auf jeden Fall bei Kräften bleiben. Schließlich ist das Aufziehen ihrer Küken im Anschluss ebenfalls sehr anstrengend für die Glucke. Damit sie die anstrengende Phase ohne weitere Probleme übersteht, benötigt sie eine Futterstelle in ihrer Nähe. Das Futter benötigt viele Vitamine sowie Mineralstoffe. Zudem sollte es die Glucke für eine lange Zeit sättigen. Dafür sollten an die Glucke Körner und Getreide verfüttert werden. Dieses Futter ist ideal, da es zusätzlich die Verdauung reguliert damit sie nicht zu oft das Nest zum Koten verlassen muss.
Des Weiteren sollte auch das Wasser in der Nähe ihres Legenests sein. Es muss immer darauf geachtet werden, dass dies regelmäßig aufgefüllt ist.
Zu guter Letzt muss sich auch ein Sandbad in ihrer Nähe befinden. In diesem wird sie täglich für ein paar Minuten ihr Gefieder reinigen. Somit kann verhindert werden, dass die Glucke während ihrer Brut von Milben oder anderen Parasiten befallen wird.

Die Pflege der Glucke nach der Brut
Nachdem die Küken geschlüpft sind, können sie für 24 Stunden im Gluckenstall bleiben. Dort trocknen die kleinen Küken und erholen sich von dem anstrengenden Brutprozess. In diesen 24 Stunden gelten dieselben Pflegemaßnahmen für die Glucke. Also genügend Futter, Wasser und ein Sandbad in ihrer Nähe. Außerdem muss der Stall regelmäßig gesäubert werden.
Die Pflege der Glucke und ihrer Küken

Nach den ersten 24 Stunden benötigen nun auch die Küken eine gute Pflege. Den größten Teil der Pflege übernimmt die Glucke. Jedoch kann etwas nachgeholfen werden.
Deshalb sollte ein Kükenstall gebaut werden. Dieser muss vor extremen Witterungsbedingungen wie Wind, Regen und Sonne gut geschützt sein. Außerdem muss er genügend Unterschlupfmöglichkeiten bieten, in denen sich die Küken vor potenziellen Feinden verstecken können. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass keine Feinde einbrechen können aber die Küken auch nicht ausbrechen können.
Dazu eignen sich Maschendrahtzäune, bei denen die Maschen nicht größer als 2 x 2 cm sein dürfen.
Auch ein weiches und warmes Nest ist für die kleinen Küken von großer Bedeutung, damit sie sich geborgen fühlen. Das Nest kann zum Beispiel ein Karton aus Pappe sein. Wichtig ist aber, dass das Nest aus frischen, feinem und kurzhalmigen Heu besteht. So können die Küken sich nicht verheddern oder sich an zu starren Halmen verletzten. Zusätzlich kann etwas Kieselgur im Heu vermischt werden, welches gegen Milben helfen wird.
Nun muss nicht nur die Henne immer frisches Wasser haben, sondern auch die Küken. Aber nun ist darauf zu achten, dass die Küken leicht an das Wasser herankommen und die Schale nicht zu tief ist, damit sie nicht ertrinken können. Deshalb sollte in eine kleine Wasserschale mit maximal bis zu 1 cm Wasser befüllt werden.
Zusätzlich kann ein Wärmelampe im Stall installiert werden. Zwar wärmt die Glucke ihre Küken stetig aber trotzdem dient die zusätzliche Wärme für eine bessere Entwicklung. Außerdem steigt das Wohlbefinden der Küken durch die zusätzliche Wärme.

Das richtige Kükenfutter auswählen
Es wird für eine gute Entwicklung hochwertiges Futter benötigt. Dafür darf weder herkömmliches Futter noch Legehennenfutter verwendet werden. Es gibt spezielles Futter, welches ausschließlich für Küken hergestellt wird. Es ist viel kleinteiliger, damit die Küken es einfacher picken können. Die Glucke ernährt sich in dieser Zeit ebenfalls von dem Futter. Des Weiteren besitzt das Futter eine andere Zusammensetzung von Nährstoffen. Es enthält mehr Eiweiß, da die Küken dies für die Entwicklung dringend benötigen. Zu dem Futter kann ein bis zwei Mal pro Woche auch ein gekochtes Ei, welches ganz klein geschnitten ist, oder etwas Naturquark dazugeben werden.
Ab wann darf die Glucke mit ihren Küken zu den anderen Hühnern?

Nach ungefähr acht Wochen haben die Küken, dasselbe Gefieder bekommen, wie die ausgewachsenen Hühner. Des Weiteren sind sie nun so groß, dass sie in der Lage sind mit anderen Hühnern zusammen zu leben.
Nun müssen sich die Küken, die zu jungen Hühnern geworden sind, in die Herde selbstständig integrieren. Ab diesem Zeitpunkt sind sie in einer Verfassung, in der sie sich allein verteidigen können, um einen Platz in der Herde zu finden.
Trotzdem kann es zu dem Fall kommen, dass die jungen Hühner von den anderen Hennen attackiert werden. Dies sollten Sie beobachten, damit im Notfall eingegriffen werden kann, um ernsthafte Verletzungen vermeiden zu können.
Sollten die Küken per Kunstbrut zur Welt kommen, dürfen auch diese nach acht Wochen zu den anderen Hühnern gelassen werden. Allerdings integrieren sie sich nicht so gut, wie die aus der Naturbrut. Dies liegt daran, dass sie kein Sozialverhakten erlernt haben.