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Die Naturbrut

der Prozess, Verhalten nach dem Schlüpfen und weitere Besonderheiten

Erklärung

Die Naturbrut definiert den natürlichen Weg von der Befruchtung, des anschließenden Ausbrütens von Eiern bis hin zum Aufziehen der Küken durch die Henne.
Dieser Prozess, den die Hennen durchläuft, ist immer derselbe und ist von Natur aus in ihnen ihren Instinkten verankert. Dadurch werden die Hennen im Frühling sowie im Frühsommer brütig. In dieser Zeit können sie ihre Küken optimal aufziehen.
Jede Henne kann befruchtete Eier ausbrüten. Dazu muss sie allerdings einen Bruttrieb haben und einen Hahn, der in der Lage ist, die Henne genau in dieser Zeit zu befruchten.
Werden nun die Hennen brütig, so beginnt die Entwicklung lange bevor das Ei überhaupt gelegt wird. Damit ein Küken entsteht, muss das Ei der Henne im Körper, also von innen, befruchtet werden. Die Befruchtung bezeichnet die Vereinigung von der Eizelle (dem Eigelb) und dem Spermium des Hahns.
In Folge dessen bildet sich eine Zelle, aus welcher sich das Küken im späteren Verlauf entwickeln wird. 24 Stunden nach dem die Befruchtung erfolgt ist, wird die Henne ihre Eier in ihrem Nest legen.
Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals und hängt von der Ausdauer des Hahns ab. Die Henne legt insgesamt zwischen 8 und 12 Eier. In der Zeit, in der die Eier im Nest liegen, aber die Henne sie noch nicht wärmen, pausiert die Entwicklung der Embryonen. Nachdem sie genügend Eier gelegt hat und sie sich in ihr Nest setzt, wird durch ihre Wärme der Embryo angeregt seine Entwicklung fortzusetzen.

Der Brutprozess – die vollen 21 Tage erklärt

Nun beginnt der Prozess des Brütens. Dieser dauert bis zu 21 Tage an.
Das Nest liegt in der Regel um den Schlafplatz der Herden herum. Oftmals befinden sie sich unter Bäumen, da sie sich dort besser geschützt fühlen.
Des Weiteren achtet die Henne darauf, dass sich in der Nähe Wasser und Futter befindet, damit sie ihr Nest während der Phase des Brütens nur für eine kurze Zeit verlassen muss.
Das deutlichste Zeichen für eine brütende Henne ist, dass sie ihr Legenest nur noch für das Notwendigste verlässt: zur Aufnahme von Wasser sowie Nahrung oder um ein Sandbad zu nehmen, um das Gefieder zu reinigen, und zum Koten. Ist sie auf dem Rückweg zu ihrem Nest, so nimmt sie einen Umweg oder geht zunächst daran vorbei, um mögliche Feinde zu verwirren.
Eine weitere Auffälligkeit ist ihre Körperhaltung. Normalerweise sitzen die Hühner aufrecht in ihrem Nest. Doch die brütende Henne hat eine geduckte Haltung, da sie dicht am Boden liegt. Währenddessen breitet sie ihre Flügel etwas aus. Auf Grund dieser Haltung sind nach kurzer Zeit kahle Stellen an ihrem Gefieder im Brustbereich sichtbar.
Zusätzlich gibt die Henne gluckende Geräusche von sich, wenn ihr andere Hühner zu nahekommen oder wenn sie berührt werden sollte. Sie sind eine Art Warnsignal. In Folge dessen wird die brütige Henne auch als Glucke bezeichnet.

Übersicht über die Aufgaben der Henne während der Brutphase

Ihre Hauptaufgabe während der gesamten Brutphase ist es, die Eier mit ihrer Körperwärme zu wärmen. Die Wärme, die die Henne abgibt, liegt ungefähr zwischen 37°C und 39°C. Die benötigen die Eier auch, damit sich die Embryonen zu kleinen Küken entwickeln können. In der kurzen Zeit, wo die Henne ihr Legenest verlässt, kühlen die Eier ab. Dies ist aber in keiner Weise schädlich für die Entwicklung.
Des Weiteren wendet die Henne ihre Eier ganz langsam unter sich. Dies erfolgt regelmäßig und mit großer Vorsicht, damit die Embryonen nicht beschädigt werden. Das Rollen dient dazu, dass der Embryo nicht an den Membranen an der Innenseite des Eis festklebt.
Ab dem 19. Tag sind die Küken so weit entwickelt, dass sie anfangen piepsende Geräusche von sich zu geben. Dies dient dazu sich mit den anderen Küken sowie mit der Henne zu verständigen. Diese Art der Verständigung führt dazu, dass alle Küken in einem gewissen Zeitrahmen zusammen schlüpfen können. Der Bruttermin findet nun ungefähr am 20. oder 21. Tag statt.
Die Küken fangen an mit ihrem Schnabel durch die Eihaut und durch die Eierschale zu stechen. Dieser Prozess kann bis zu 12 Stunden andauern und ist für die kleinen Küken sehr energieraubend. Deshalb ruhen sie sich nach dem Schlüpfen aus und warten bis sie trocken sind. Danach verlässt die Henne das erste Mal mit ihren Küken zusammen das Nest. Küken, die bis dahin nicht geschlüpft sind, werden im Nest liegen gelassen.

Das Verhalten nach dem Schlupf

Nachdem die Henne das Nest zusammen mit ihren Küken verlässt, wird sie sich nie weit entfernen. Auch die Küken entfernen sich nicht weit von der Henne. Solange die Küken noch kein richtiges Gefieder haben, sondern nur das flauschige, sind die Ausflüge nur von kurzer Dauer.
Die Küken verfügen schon ab dem Schlupf über angeborene Verhaltensweisen, wie das Laufen und die Pickbewegung. Deshalb picken sie auf alles auf dem Boden herum, was für die Küken interessant aussieht oder wo sie der Meinung sind, dass dies Futter sein könnte. Das Verlassen des Nests dient dazu, das die Henne den Küken das richtige Futter geben kann.
Sie füttern die Küken jedoch nicht, sondern zeigen lediglich, wo das „gute“ Futter liegt. Die Henne lehrt sie dadurch schon in den ersten Lebenstagen die richtige Nahrung zu finden. Die Futtersuche ist für die frischgeborenen sehr anstrengend, weshalb sie schnell im Anschluss eine lange Ruhephase benötigen.
Im Nest liegen die Küken unter Bauchgefieder und unter den Flügeln, da sie noch viel Wärme benötigen. Auch wenn sie mit ihrer Mutter unterwegs sind und Gefahr wittern, verstecken sie sich unter ihren Flügeln.

Verhalten nach der ersten Woche

Nach der ersten Lebenswoche zeigen sich typische Verhaltensweisen. Sie fangen an sich zu putzen, sonnen sich oder nehmen ein Sandbad. Des Weiteren können auch die Küken nach der ersten Woche erhöhte Standorte anfliegen. Sie fangen an, die Flugmuskulatur zu und die Koordination, die sie dafür benötigen, zu trainieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt, welche die Küken lernen, ist das Sozialverhalten, welches sie brauchen um sich in eine Herde zu integrieren. Die Henne bewacht und belehrt ihre Küken ungefähr sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit sind sie so groß geworden, dass sie nicht mehr alle unter ihr Federkleid passen. Ihr flauschiges Gefieder haben sie zudem abgelegt und besitzen nun dasselbe, wie die ausgewachsenen Hennen.
Nach spätestens 14 Wochen löst sich die kleine Familie auf und schließt sich den anderen Hennen mit dem Hahn an. Nun müssen sich die Küken, die zu jungen Hühnern geworden sind, in die Herde selbstständig integrieren. Ab diesem Zeitpunkt sind sie in einer Verfassung, in der sie sich allein verteidigen können, um einen Platz in der Herde zu finden.
Sind sie an diesem Punkt angelangt, so werden sie, nach dem sie fruchtbar sind, denselben Prozess durchlaufen.
Zu beachten ist, dass nicht jede Henne zum Frühjahr oder zum Frühsommer brütig wird. Des Weiteren wird eine Henne nie so viele Eier ausbrüten, wie eine Brutmaschine bei einer Kunstbrut. Das bedeutet, wenn Hühner gezüchtet werden, werden in der Regel die Brutmaschinen bevorzugt. Das liegt zum Einen daran, dass bei der Kunstbrut der Brutzeitpunkt bestimmt werden kann. Zum Anderen kann der Brutapparat mehr Küken zur selben Zeit ausbrüten kann als eine Henne.