Fußringe für Hühner, Wachteln, Enten, Gänse, Tauben und Exoten

So kennzeichnen Sie Ihr Geflügel richtig
Warum sollte man überhaupt kennzeichnen?

Eine lückenlose Kennzeichnung ist die Voraussetzung für eine organisierte und erfolgreiche Zucht über mehrere Stämme und Generationen hinweg.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten und die Kennzeichnung beginnt bei den Eltern, zieht sich über das Brutei hinweg bis hin zu den Küken. Das Ziel ist die genaue Zuordnung und finale Beringung der Tiere mit einem geschlossenen Fussring.

Bereits beim Brutei kann durch die Fallnest Kontrolle oder eine Separierung der Tiere mit entsprechendem Zeitfenster bereits eine genaue Zuordnung erfolgen. Die Kennzeichnung der Bruteier erfolgt einfach direkt auf dem Ei z.B. mit Bleistift. Bitte nutzen Sie keine Stifte, welche die Poren des Eies verschließen, wie Edding oder bestimmte Filzstifte.

Der Schlupf der Küken in sogenannten Stammschlupfhorden erhält die Kennzeichnung. Ab dem ersten Tag sollte mit einem durchdachten System zur Kennzeichnung (Farb- und Zahlenkombinationen sind hier üblich) die Zuordnung der Tiere erhalten bleiben. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten, wobei die Kükenmarke heutzutage aus Gründen der Verletzungsgefahr und des Tierwohls keine Verwendung finden sollten, wobei sich die Kennzeichnungsring oder Fussringe als die einfachste und zuverlässigste Methode herausgestellt haben. Die großen Vorteile sind die große Vielfalt, die einfache und nicht invasive Anbringung bereits am Eintagsküken und die hohe Qualität und ausgezeichnete Lesbarkeit der eingravierten Informationen, so dass eine Verwechslung oder Vermischung eigentlich ausgeschlossen sind.

Das Ziel der Kennzeichnung ist die Beringung mit einem geschlossenen Fußring oder sogar einem Bundesring, welcher als eine Art Personalausweis funktioniert und sich nicht mehr zerstörungsfrei entfernen lässt (die richtige Größenauswahl vorausgesetzt).

Die große Frage, bei der Profi- und Hobbyzüchter allerdings nicht immer ganz sicher sind, ist die Auswahl der Größe und des Art des Rings. Hierbei wollen wir Ihnen versuchen so gut wie möglich Auskunft zu geben und Ihnen die korrekte Beringung Ihrer Tiere mit einem Fussring zur Kennzeichnung zu vereinfachen.

Kurze Übersicht

Die Kennzeichnungsmöglichkeiten vom Brutei zum Ausstellungstier kurz und knapp zusammengefasst.

  1. Selektion der Bruteier vom gewünschten Tier oder Stamm über die Fallnestkontrolle. So kann ein gelegtes Ei optimal der entsprechenden Henne zugeordnet werden, da die Henne automatisch beim Legevorgang eingesperrt wird und das Nest nicht mehr selbstständig verlassen kann. Das Ei wird meistens in einer Wanne unter dem Nest nach dem Legen aufgefangen und kann einfach entnommen werden.
  2. Stammschlupf über getrennte Brutmaschinen oder mit Stammschlupfhorden in Flächenbrütern. So können die Bruteier entsprechend vorsortiert werden und in Gruppen separiert schlüpfen. Entsprechend der Vorsortierung erfolgt danach die Kennzeichnung mit einem Ring.
  3. Kennzeichnung der Eintagsküken mit
    1. Zehenlochung (Tierschutz)
    2. Kükenmarken (Verletzungsgefahr)
    3. Kükenringen (Empfohlen & Sicher)
  4. Wenn die Tiere vom Alter her bereit für den geschlossenen Ring in der für Ihre Rasse und Ihr Geschlecht passenden Größe sind, kann der Bundesring angelegt werden.

Zuchterfolge kommen nicht von alleine. Eine gezielte Verpaarung und eine lückenlose Aufzeichnung sind hierfür unerlässlich. Diese Anforderung setzt eine eindeutige und sichere Kennzeichnung voraus. Bei uns finden Sie die entsprechenden Ringe und das passenden Zubehör für den gewünschten Zuchterfolg.

Die Wahl des Kennzeichnungsrings

Wir bieten für die Beringung von Küken derzeit 4 verschiedene Ringtypen an, welche für verschiedene Szenarien unterschiedliche Vorteile und Nachteile bieten.

Die verschiedenen Kennzeichnungsringe können untereinander problemlos kombiniert werden, da alle Ringtypen in 15 verschiedenen Farben ohne Nummerierung und weiteren 11 Farben mit Nummerierung zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht eine immense Zahl an unterschiedlichen Möglichkeiten für jeden erdenklichen Anwendungsfall.

Easy-Bird-Ring

verfügbar ab Ø 2,5 mm

Easy Flex

verfügbar ab Ø 4,0 mm

Flexi Ring​

verfügbar ab Ø 5,0 mm

Clip Ring​

verfügbar ab Ø 6,0 mm
Die richtige Größe wählen

Die Kennzeichnung der einzelnen Spezien erfordert am ersten Tag einen Ring der richtigen Größe, welcher den Lauf des Küken nicht einengt, aber auch so eng anliegt, dass die Kennzeichnung nicht verloren gehen kann.

Hier finden Sie eine Übersicht zur Orientierung, welche Größe bzw. welcher Durchmesser bei welcher Geflügelart / -größe normalerweise gewählt wird. Durch Zucht und oder Genetik kann es natürlich zu Abweichungen kommen, welche der Erfahrene Züchter gut einzuschätzen in der Lage sein sollte, der Neuling oder Hobbyzüchter aber eventuell eher als Herausforderung sieht. Bitte schätzen Sie Ihre eigene Erfahrung korrekt ein und bestellen Sie notfalls entsprechend kleinere und größere Ringe zusätzlich.

Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Orientierung

Spezies Ringgröße 1. Tag Verfügbare Ringtypen
Wachteln Ø 3 mm Easy-Bird
Zwerghühner & Urzwerge Ø 4 mm Easy-Bird & Easy-Flex
Hühner & große Zwerghühner Ø 5 mm Easy-Flex & Flexi
Enten Ø 6 mm Clip-Ring
Gänse Ø 8 mm Flexi-Ring & Clip-Ring

Oft wird die Frage gestellt, wann der erste Ring durch den nächst größeren ersetzt werden muss. Dieser Zeitpunkt ist gekommen, wenn der Ring fest am Bein sitzt und die Gefahr besteht, dass dieser einwächst. Hierbei kann keine Zeiteinheit angegeben werden. Diese wird nicht nur durch die Rasse, sondern auch durch die Fütterungs- und Haltungsbedingungen beeinflusst.

Wer seine Tiere regelmäßig beobachtet, wird hierfür sehr schnell ein Gespür bekommen. Weiterhin können Sie unseren Ringgrößenfinder benutzen oder uns unter +49 (0)3683 783 073 anrufen und sich umfangreich beraten lassen.

Übersicht der Verfügbaren Größe und Sets

Für unsere Kunden halten wir für jede nur erdenkliche Rasse die passenden Größe vom Eintagsküken bis zum ausgewachsenen Tier bereit. Die einzelnen Sortimente gibt es mit unterschiedlichen Farben und Nummern. Damit ist die Kennzeichnung in der Aufzucht perfekt abgedeckt. Bei den geschlossenen Fussringen aus Kunststoff, Edelstahl und Aluminium sind auch 2 zeilige Beschriftungen möglich, wobei hier auch freier Text, Namen oder Telefonnummern zur Verfügung stehen.

Hier finden Sie die verfügbaren Ringgrößen für die Ringtypen:

Diese Sets sind sorgfältig zusammengestellt, so dass man beim Wechsel des Rings immer die passende Kennzeichnung zur Verfügung hat. Diese Sets enthalten 3 Ringgrößen zur Kennzeichnung in den ersten Lebenswochen. Weitere Ringgrößen stehen als Flexi-Ring oder Clip-Ring zur Verfügung, wenn der Zeitpunkt der geschlossenen Beringung noch nicht erreicht ist, aber der größte offene Ring des Sets am Tier bereits zu klein wird

Ringtyp verfügbare Größen
Easy-Bird-Ring Ø 2,5 mm; Ø 3,0 mm; Ø 4,0 mm;
Easy-Flex-Ring Ø 4,0 mm; Ø 5,0 mm; Ø 8,0 mm; Ø 10,0 mm;
Flexi-Ring Ø 5,0 mm; Ø 8,0 mm; Ø 12,0 mm; Ø 14,0 mm; Ø 16,0 mm; Ø 20,0 mm; Ø 24,0 mm;
Clip-Ring Ø 6,0 mm; Ø 7,0 mm; Ø 8,0 mm; Ø 9,0 mm; Ø 10,0 mm; Ø 12,0 mm; Ø 14,0 mm; Ø 16,0 mm; Ø 20,0 mm; Ø 24,0 mm; Ø 27,0 mm;

Unsere Sortimente & Sets

Diese Sets sind sorgfältig zusammengestellt, so dass man beim Wechsel des Rings immer die passende Kennzeichnung zur Verfügung hat. Diese Sets enthalten 3 Ringgrößen zur Kennzeichnung in den ersten Lebenswochen. Weitere Ringgrößen stehen als Flexi-Ring oder Clip-Ring zur Verfügung, wenn der Zeitpunkt der geschlossenen Beringung noch nicht erreicht ist, aber der größte offene Ring des Sets am Tier bereits zu klein wird.

Hier finden Sie die verfügbaren Sets nach Spezies:

Urzwerge & kleine Zwerghühner

große Zwerghühner & große Hühner

Wie geht es weiter?

Nach der erfolgreichen Aufzucht folgt der anlegen eines geschlossenen oder offenen Rings aus unserem weiterführenden Programm. Hierzu finden Sie entsprechende Informationen in unseren Blogbeiträgen und direkt auf den entsprechenden Produktseiten.

Sollten Sie weiterführende Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, können Sie uns unter +49 (0)3683 783 073 anrufen und sich umfangreich beraten lassen.

Wir wünschen Ihnen maximalen Erfolg und viel Spaß bei Ihrer Geflügelzucht.

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  • Kükenkennzeichnung

Zur eindeutigen Kennzeichnung der Küken werden 2 Methoden empfohlen, die Kükenmarke und der Kükenring. Die früher oft verwendete Zehenlochung ist aus tierschutzrelevanten Gründen verboten. Hier wurde die Haut zwischen den Zehen gelocht. Die Kennzeichnung basiert auf der Unterscheidung zwischen welchen Zehen wievielmal und welche Läufe gelocht wurden. Bei dieser Methode ist die Anzahl der Markierungsmöglichkeiten begrenzt. Auf Ausstellungen werden Tiere mit Zehenlochung als gekennzeichnet deklariert und fallen aus der Benotung.

  • Kükenmarke

Die Kükenmarke wird in die Hautfalte zwischen den Flügel geklippt und kennzeichnet durch eine Nummerierung das Tier eindeutig. Unsere Aufmerksamkeit sollte hierbei auf der Größe der Kükenmarke liegen. Zu große Kükenmarken bergen ein Verletzungsrisiko für unsere Tiere.

  • Kükenring

Der Kükenring ist ein offener Ring den es in verschiedenen Ausführungsvarianten und Größen gibt. Dieser kann den Küken problemlos angelegt werden und gewährleistet durch unterschiedliche Farben und / oder mit Nummerierung eine eindeutige Kennzeichnung. Bis zur endgültigen Kennzeichnung durch den Bundesring muss diese je nach Tierart ein- oder zweimal durch einen größeren Ring ersetzt werden, damit zu kleine Ringe nicht einwachsen.
Wählen können Sie zwischen 2 Ausführungsvarianten,
den Flexi-Ring

und den Easy – Flex – Ring

Unsere Flexi – Ringe kommen bei sehr kleinen Zuchten zum Einsatz. Sind größere Mengen an Küken zu erwarten, oder aber man möchte seine Tiere wesentlich komfortabler kennzeichnen, sind unsere Easy-Flex-Ringe die erste Wahl. Mit unserer Easy – Flex – Beringungszange lassen sich diese schnell und sicher anlegen, aber auch wieder abnehmen. Diese Möglichkeit bringt zudem eine nicht unwesentliche Zeitersparnis beim Kennzeichen Ihrer Tiere.

Die an meisten gestellte Frage bezüglich der Kükenkennzeichnung: „Mit welcher Größe beginne ich denn bei den Eintagsküken????“

Bis zur Bundesringgröße 11/13 (0,1/1,0) betrachten wir die Tiere als kleine Zwerghühner bzw. Urzwerge. Diese starten mit der Ringgröße Ø 4,0 mm, größere Tiere mit Ø 5,0 mm. Grundsätzlich sollte man hier seine eigenen Tiere beobachten, denn auch bei der gleichen Rasse gibt es durchaus Populationen, welche einen unterschiedlichen Knochenbau aufweisen.

Beide Produkte, sowohl der Flexi – Ring als auch der Easy – Flex – Ring stehen Ihnen in 15 verschiedenen Farben sowie in weiteren 11 Farben nummeriert zur Verfügung. Welche Möglichkeit Sie wählen, hängt davon ab, welche Informationen Sie von Ihren Tiere erfassen möchten. Mögliche Varianten wären:
– Farbliche Kennzeichnung, eine Farbe je Stamm
– Farbliche Kennzeichnung, eine Farbe je Althenne, Fallnestkontrolle erforderlich, für kleine Zuchten
– Nummerierte Kennzeichnung, eine Farbe je Stamm, eine Nummer je Küken,
– Nummerierte Kennzeichnung, eine Farbe je Althenne, eine Nummer ja Küken,

Haben Sie schon einmal Unterschiede bei Küken und Junghennen erfasst und notiert? Es ist erstaunlich, welche Rückschlüsse sich auf die Entwicklung zum Ausstellungstier bereits in diesen sehr frühen Stadium ziehen lassen.

Für die praktische Anwendung haben wir Ihnen bereits Sortimente zusammengestellt, welche Ihnen in der weiteren Entwicklung Ihrer Tiere immer den passenden Ring mit gleicher Kennzeichnung bereit halten.

Easy-Flex-Farbringe für Zwerghühner – 443861.97 & 443861.98
Easy-Flex-Farbringe für Hühner – 355862.97 & 355862.98
Flexi-Farbringe für Hühner – 444963.97 & 444963.98

Easy-Flex-Nummernringe für Zwerghühner – 445861.XX
Easy-Flex-Nummernringe für Hühner – 446862.XX
Flexi-Nummernringe für Hühner – 447963.XX
XX = Farbauswahl

Nach 5 – 6 Wochen können wir nun den Bundesring anlegen. Unsere bisherigen Kennzeichnungen können wir nun auf den Code des Bundesrings übertragen und unsere Aufzeichnungen vervollständigen. Hat man bei der Kennzeichnung mit Kükenringen gearbeitet und diese bereits durch offene Farb- oder Nummernringe ersetzt, kann man diese jetzt am Tier belassen. Im

Vergleich zum Nachschauen der Nummer des Bundesrings ist dem Züchter so eine schnellere Zuordnung der Tiere möglich.

Fred Stengel

  • Fallnestkontrolle

Zunächst stellt sich die Frage, welches Ei stammt von welcher Henne? Hier hat sich die Fallnestkontrolle bewährt. Die Henne, die zum Legen das Nest aufsucht löst selbsttätig einen Mechanismus aus, der das Nest verriegelt. Nach dem Legen muss die Henne vom Züchter aus dem Nest befreit werden. Der Züchter kann nun das Ei zur Henne eindeutig zuordnen. Fallnester können über den Fachhandel bezogen werden. Der Nachteil dieser Methode ist der hohe Zeitaufwand. Viele Züchter sind beruflich intensiv eingespannt und daher nicht in der Lage, alle 1 – 2 Stunden die Fallnester zu kontrollieren. Glücklich kann sich der schätzen, wer hierfür noch einen Familienangehörigen einspannen kann. Eine weitere Möglichkeit das Ei der Henne zuzuordnen, sind Stämme der Größe 1,1 oder 1,2. 

Bei letztgenannter Stammgröße kommt eine Jung- und eine Althenne zum Einsatz, deren Eier sich durch die Größe eindeutig zuordnen lassen. Der Nachteil dieser Variante sind die erhöhten Anforderungen an Stall und Auslauf. Viele kleine Abteile und getrennte Ausläufe bedingen auch einen erhöhten Zeitaufwand beim täglichen Füttern, der Pflege und dem Reinigungsaufwand. Die Bruteier werden ausschließlich mit dem Bleistift gekennzeichnet. Bitte an dieser Stelle keinen Kugelschreiber, Edding oder anderes Schreibutensil verwenden. Die Kennzeichnung sollte eindeutig und mit möglichst wenigen Buchstaben oder Zahlen auskommen. Nun können die Eier bebrütet werden. Am 18. Tag der Brut werden diese in sogenannte Stammschlupfhorden umgelegt. Nur so kann die bisher erfolgte Kennzeichnung auf das geschlüpfte Küken übertragen werden.

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