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Schutz vor Raubvögeln

Wie schütze ich meine Hühner vor Raubvögeln?

natürliche Feinde
Die größten natürlichen Feinde der Hühner sind Raubvögel, weshalb oft zu erkennen ist, dass sie sich auf großen freien Flächen nicht wohl fühlen und diese dadurch versuchen zu meiden. Die Raubvögel greifen die Hühner mit einer Leichtigkeit an. Hühner sind im Prinzip wehrlos gegen die Vögel, wodurch sie eine einfache Beute sind. Für das angegriffene Huhn aber auch für alle Hühner in der unmittelbaren Umgebung ist das ein stressvolles Ereignis. Einer der bekanntesten Feinde ist der Habicht, der nicht nur von der Luft die Hühner angreift, sondern auch vom Boden. Er wird auch als Hühnerhabicht bezeichnet, da die Hühner immer wieder regelmäßig zu Opfer fallen. Im folgenden Artikel werden Sie speziell zu dem Habicht Informationen erhalten, sowie Maßnahmen, die Sie zum Schutz solcher Angriffe ergreifen können.
Der Habicht
Der Habicht ist überall in ganz Deutschland vertreten. Oft bekommt man ihn nicht großartig zu Gesicht. Doch während seiner Brützeit tritt er dann doch vermehrt auf, da sie Kreise um ihr Brutgebiet ziehen, um dieses zu schützen. Die Brutzeit beginnt im März und endet ungefähr in der Mitte des Aprils. Des Weiteren legen sie ein bis fünf Eier pro Jahr. Interessant ist, dass ein Habicht monogam lebt. Habichte siedeln sich nur an, wenn das Gebiet ihren Maßstäben entspricht, die sie für ihre Brutstätte als gut genug empfinden. Also benötigen sie einen alten Baumbestand sowie ausreichend Nahrung. Sie wählen nicht unbedingt einen Wald, ihnen reichen auch einzelne Baumsabschnitte. Mittlerweile gibt es einen größeren Zuwachs an Habichten. Sogar in Großstädten wie Hamburg, Köln oder Berlin sind sie heutzutage ab und zu sehen. Zudem gehören Habichte zu den Vögeln, die Gebietstreu sind. Das heißt, dass sie von nun an auch in größeren Städten Ihre Hühner vor diesem Raubvogel schützen müssen. Zudem ist der Habicht auch als der Herrscher der Lüfte bekannt und gehört zu den tagaktiven Vögeln. Außerdem gehört er zu den Raubvögeln, die in der Lage sind, ein ausgewachsenes Huhn zu greifen und mit diesem davon zu fliegen. Das Männchen der Habichte wird auch als Terzel bezeichnet und wiegt weniger als ein Kilogramm wohingegen ein ausgewachsenes Huhn bis zu fünf Kilogramm wiegen kann. Die Flügelspannbreite beträgt ca. 90 cm. Männchen haben ein graubraunes Gefieder. Das Weibchen der Habichte ist größer und auch schwerer. Sie wiegen rund 2,2 Kilogramm und haben ca. eine Spannweite von 1,27 m. Weibchen haben ein graues Gefieder.
Wie ist der Jagdstil eines Habichts?
Ihre Körper sind so ausgerichtet, dass er sich perfekt zur Jagd von größeren Tieren eignet. Ein Habicht hat einen krummen und sehr scharfen Schnabel, spitze Krallen, mit denen sie gut zugreifen können und lange Beine, die vorteilhaft für die großen Beutetiere sind. Die Männchen jagen in der Regel keine größeren Tiere als ein Huhn. Dahingegen suchen sich die Weibchen auch größere Opfer, wie zum Beispiel Kaninchen oder sogar Hasen. Die Männchen und die Weibchen haben denselben Stil bezüglich des Jagens. Sie greifen entweder von der Luft an oder vom Boden. Jagen sie aus der Luft, starten sie einen Überraschungsangriff, den der Habicht vor allem bei Tauben anwendet. Jagen die Raubvögel vom Boden aus, so versteckt sich der Habicht zuerst und pirscht sich von dort aus an seine Beute heran oder sitzt auf einem Ast und wartet bis seine Beute vorbeikommt. Der Habicht besitzt sehr ausgeprägte Flugmuskeln und einen langen Schwanz, wodurch er extrem schnell auf seine Beute zufliegen kann. Er stürzt sich wortwörtlich blitzschnell herab. Mit seinen starken Krallen greift er nach seiner Beute und hält sie fest, bis sie aufhört sich zu bewegen. Im Anschluss sucht sich der Habicht einen ruhigen Platz, wo er seine Beutel in Stücke zerteilt. Dazu benutzt er seinen Schnabel der so spitz und scharf wie ein Messer ist.
Wie greift der Habicht die Hühner an?
Die Hühner werden sowohl von der Luft aus als auch vom Boden aus vom Habicht angegriffen. Auch hier stürzt er sich auf die Beute herab oder pirscht sich von hinten an die Hühner heran. Er packt sich das Huhn mit seinen Krallen, die so tief in das Fleisch gehen, dass auch ein gerettetes Huhn an den Verletzungen stirbt. Der Habicht erlegt in der Regel pro Tag ein Huhn, wodurch er eine ganze Herde auslöschen könnte und dies auch tut, wenn Sie als Hühnerhalter keine Schutzmaßnahmen ergreifen. Oft sitzen die Raubvögel schon auf dem Dach des Hühnerstalls und warten nur drauf, bis die Tiere endlich rauskommen.
Wie wurde der Habicht in früheren Jahren ferngehalten?
Zu der Zeit, in der es noch normal war, dass die Hühner frei auf einem Bauernhof herumliefen, war der Habicht einer der gefährlichsten Feinde, da er immer wieder auf die Hühner jagt gemacht hat. Daher stammt auch der Name „Hühnerhabicht“. So ergriffen damals die Bauern die ersten Schutzmaßnahmen, die allerdings nicht immer ihre Wirkung gezeigt haben. Zu diesem gehörte zum Beispiel das Hinstellen eines glänzenden Kesselns, der den Raubvogel irritieren sollte oder das Aufhängen eines toten Habichts an eine Stalltür.
Schutzmaßnahmen, um Habichtangriffe zu vermeiden
  • Abschrecken durch reflektierende Kugeln
    Kugeln, die reflektieren, wie zum Beispiel durch Sonneneinstrahlungen, irritieren den Habicht. Dadurch wird sein Angriff gestört. Dies ist allerdings nur sinnvoll bei kleineren Ausläufen.
  • Perlhühner
    Sollte ein Habicht aus der Luft angreifen, machen sich die Perlhühner sofort bemerkbar. Sie geben ein lautes Gackern von sich, wodurch es ihnen gelingt den Habicht zu vertreiben.
  • Vogelscheuchen
    Die Vogelscheuche wird schon sehr lange als Schutz vor Raubvögeln angewandt und gilt als Klassiker. Diese müssen Sie nicht kaufen, sondern können eine ganz einfach selber bauen.
    Sie müssen ein Kreuz aus zwei Holzlatten erstellen, wobei sie das Ende in den Boden stecken. Danach nehmen Sie eine alte Hose und binden die fest um die untere Latte. Die Hosenbeine können Sie mit Stroh ausstopfen. Anschließend ziehen sie den Holzlatten ein Oberteil über, welches man ebenfalls mit Stroh befüllen kann. Der Kopf besteht am besten aus einem Handtuch, welches sie wie einen Turban um die obere Platte wickeln können und mit Bändern befestigen müssen.
  • Ein buntes Flatterband
    Sie können dafür einfach das übliche weiß-rote Absperrband benutzen. Dieses Flattern schreckt den Habicht ab, wodurch er aus der Luft nicht angreifen wird. Am Besten funktioniert dieser Schutz, wenn man das Band über dem Hühnergehege spannt und eine Art Raster bildet. Dabei muss das Band relativ locker gespannt werden, damit es sich immer noch genug bewegt.
    Allerdings ist dieser Schutz nur von kurzer Dauer, da der Habicht eventuell merkt, dass die flatternden bunten Bänder keine Gefahr darstellen.
  • Netze
    Ein Netz ist einer der besten Maßnahmen, mit denen sie Ihre Hühner schützen können. Dazu benötigen sie allerdings ein sehr robustes Netz, welches der Habicht nicht durchbrechen kann.
    Das Netz sollte dennoch nicht zu schwer sein, damit es nicht durchhängt, wenn es über dem Auslauf gespannt wird. Des Weiteren können sie das Netz über mehrere Bäume hinweg legen, falls welche vorhanden sein sollten. Ansonsten gibt es die Möglichkeit Pfosten an den Ecken des Auslaufs aufzustellen und an denen das Netz zu befestigen. Wichtig ist, dass im Winter, wenn es schneien sollte, drauf geachtet werden muss, wie hoch die Belastung des Schnees auf dem Netz ist. Bei einem leichten Schneefall wird er durch das Netz gelangen. Bei starkem Schneefall kann es sein, dass der Schnee auf dem Netz liegen bleibt. Sollte das Netz dann herunterfallen, werden die Hühner unter dem Schnee begraben und sterben.
    Der Nachteil an den Netzen ist, dass sie bei großen Ausläufen nicht verwendet werden können.
  • Den Zaun verdoppeln
    Wie nun bekannt, greift der Habicht nicht nur aus der Luft an, sondern pirscht sich auch am Boden an die Hühner heran.
    Aus diesem Grund sollte der Auslauf immer umzäunt sein, um den Habicht aber auch andere Feinde fernzuhalten. Der Zaun sollte auf jeden Fall kleine Maschen besitzen, durch die keine anderen Tiere passen. Allerdings können die Maschen nach einer Zeit Defekte aufweisen.
    Deshalb sollten man um den Maschendrahtzaun noch ein Geflügelnetz spannen, welches als zusätzlicher Schutz dient. Theoretisch kann auch ein zweiter stabilerer Zaun gebaut werden, was jedoch kostspieliger ist.
    Der zweite, stabile Zaun lohnt sich nur, wenn der Auslauf immer einen festen Platz hat und nicht umgelegt werden muss. Dazu eignet sich dann hervorragend der Stabmattenzaun, welcher aus vielen nebeneinanderstehenden Stäben besteht. Hier muss man darauf achten, dass die Stäbe eng genug sind, damit kein anderes Tier dazwischen passt.
  • Die Bepflanzung im Auslauf
    Hühner gehören ursprünglich zu den Waldbewohnern. Sie bevorzugen somit gerne dichte Wälder mit vielen Büschen, Sträuchern und Unterholz. Diese benutzen sie, um sich vor ihren Feinden besser verstecken zu können. Freie große Flächen meiden sie immer, da sie dort komplett schutzlos sind.
    Um den Tieren eine artgerechte Umgebung zu verschaffen und sie somit gleichzeitig zu schützen, sollte man im Auslauf Bäume, Büsche und Sträucher pflanzen. Auch kleine Unterschlupfmöglichkeiten, zum Beispiel aus Holzpaletten, können in den Auslauf integriert werden.
    Die Pflanzen, die man dazu verwenden kann, sind beispielsweise Bambus, immergrüne Hecken, Laubbäume, Nadelbäume und Sträucher mit Beeren. Diese mögen die Hühner besonders gerne, da sie die Beeren zwischendurch fressen.
  • Ein sicherer Stall
    Sollte es dem Abend zugehen, so sollten die Hühner in einem verschlossenen Stall sein. Denn abends kommen schon ihre nächsten Feinde, wie zum Beispiel der Mader oder der Fuchs.
    Der Stall muss rundum sicher und gut verschlossen sein. Die Tür sollten Sie auch erst wieder öffnen, wenn es morgens früh hell ist. Denn Mader und Füchse jagen die Hühner nur in der Dunkelheit oder in der Dämmerung.
    Wichtig ist, dass die Tür ein richtiges Schloss hat und keins welches der Fuchs aufschieben kann. Außerdem dürfen keine Schlupflöcher vorhanden sein, denn dort würde ein Mader problemlos durch passen.