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Stallpflicht für die Hühner

Was ist zu tun?

Ab wann ist Stallpflicht?

Die Stallpflicht wird immer auferlegt, wenn Viren im Umlauf sind, die die Hühner befallen und sich auf Menschen und andere Tiere übertagen können. Dazu gehört speziell die bekannte Vogelgrippe, die immer wieder auftreten kann.
In diesem Fall bedeutet dies für Ihre Hühner, dass sie sich nur im Stall aufhalten dürfen. Sie haben kein Freigang mehr und müssen sich nun in einem viel kleineren Bereich dauerhaft aufhalten.
Dies ruft bei den Tieren Langweile hervor, da sie ihren natürlichen Instinkten wie zum Beispiel das Scharren, Picken und Erkunden nicht mehr nachgehen können. Dazu kommt die eingeschränkte Bewegungsfreiheit, wodurch die Tiere viel Stress verspüren.
Dies hat zur Folge, dass die Hennen weniger Eier legen aber auch eventuell ihre Artgenossen attackieren. Sie rupfen sich die Federn aus, fressen sie und verletzen sich gegenseitig.
Nun sollten Sie gewissen Maßnahmen ergreifen, damit ihre Hühner diese Phase einigermaßen angenehm und unbeschadet überstehen.
Diese werden nun in im weiteren Artikel genauer erklärt, damit Sie sich in solch einem Fall gut Vorbeireiten können.

Warum die Beschäftigung Ihrer Hühner von großer Notwendigkeit ist

Für viele Hühner, denen eine artgerechte Haltung von großer Bedeutung ist, ist die Stallpflicht ein Problem. Sowohl berufliche Züchter als auch Hobbygeflügelhalter haben oft relativ kleine Ställe, da die Hühner sich dort nur nachts, bei schlechtem Wetter oder zu Eiablage aufhalten. Diese Hühnerhalter legen schließlich mehr Wert auf einen großen und hühnerfreundlichen Auslauf.
Somit befinden sich diese Hühner während der Stallpflicht-Zeit auf sehr engem Raum, weshalb sie sich unwohl und gestresst fühlen. Des Weiteren fühlen sie sich sehr unausgeglichen, da ihnen ihre gewohnte Bewegung und Beschäftigung fehlt. Dies hat zur Folge, dass es zu Raufereien kommt oder auch zum Federpicken.
Dazu kommt ein Mangel an wichtigen Nähr- und Hilfsstoffen wie zum Beispiel Kalk, Magensteinchen oder ein fehlendes Staubbad. Dies führt ebenfalls dazu, dass sich die Hühner unwohl fühlen. Deshalb sollten Sie Ihre Tiere mit den Dingen versorgen, die sie auch draußen vorfinden. All diese Faktoren führen zu einer schlechten Legeleistung.
Dadurch kann es sein, dass die Hühner langfristig gesehen psychische Probleme erleiden.
Um diese eintretenden Faktoren vorbeugen zu können, sollten Sie einige der acht Maßnahmen ergreifen um dagegen zu steuern. Diese werden in den folgenden Abschnitten genauer erklärt.

Maßnahmen, um Ihren Hühnern eine angenehme Stallzeit zu ermöglichen
  1. Futterspielzeuge
    Die Hühner müssen in dem kleinen Stall liegen, fressen und schlafen. Dabei entsteht definitiv Langeweile. Schließlich sind die Hühner es gewöhnt im Freien auf Futtersuche zu gehen und dort zu picken, wo sie es gerade wollen. Dort nehmen sie andere Nahrung zu sich, wie zum Beispiel Insekten oder Kräuter, welche andere Nährstoffe haben als das Futter, welches sie noch zusätzlich bekommen.
    Während der Stallzeit werden den Tieren nun diese Möglichkeiten vorenthalten. Dadurch entsteht nicht nur Langeweile, sondern auch eventuell ein Nährstoffmangel. Genau in diesem Punkt müssen Sie als Hühnerhalter gegen die Langeweile und den Nähstoffmangel gegensteuern. Dazu können Sie Futterspielzeuge benutzen, wodurch die Hühner nicht mehr so einfach an ihr Futter gelangen. Sie müssen Mittel und Wege finden, damit sie fressen können.
    Die Futterspielzeuge kann jeder ohne Mühe und Probleme selber bauen. Es sind zum Beispiel Stöcker, auf denen man Obst oder Gemüse aufspießt, Futterspender, welche von der Decke hängen, Hindernisse, die als Parcours dienen, welchen die Hühner überwältigen, müssen um an das Futter heranzukommen oder hängendes Obst sowie Gemüse, welche mit einem Seil an der Decke befestigt werden kann.

  2. Animieren zum Scharren und zu Entdeckungstouren
    Scharren und auf Entdeckungstouren gehen, gehört zum alltäglichen Leben der Hühner. Dies hält die Hühner in Bewegung und somit auch gleichzeitig fit. Zusätzlich finden sie Insekten oder Würmer, die sie während ihrer Lieblingsbeschäftigung fressen.
    Man kann den Hühnern auch im Stall diese Möglichkeiten anbieten. Auch hier besteht keine Schwierigkeit. Als Züchter kann man einfach etwas Laub oder Rindenmulch in den Stall legen, wodurch Sie Ihren Tieren das Scharren ermöglichen können. Um es noch etwas interessanter zu gestalten, können unter dem Laub und unter dem Rindenmulch Insekten oder vor allem Mehlwürmer versteckt werden. Dadurch werden die Hühner noch mehr Spaß am Scharren haben, da sie gleichzeitig suchen müssen.
    Des Weiteren gleichen die Mehlwürmer den Nährstoffmangel aus, da sie viel Proteine besitzen, welche die Tiere benötigen. Die Würmer erhält man in der Regel in jedem Zooladen oder auch im Internet.

  3. Vergrößerung des Stalls durch einen Anbau
    Viele Züchter aber auch Hobbyhühnerhalter haben kleine Ställe, da sie zum Einen mehr Wert auf einen großen sowie artgerechten Auslauf legen und zum Anderen dient der Stall lediglich zur Übernachtung oder bei schlechtem Wetter als Unterschlupf.
    Bei der Stallpflicht müssen die Hühner im Stall gehalten werden. Sie dürfen sich auch nicht in einem überdachten und abgegrenzten Auslauf aufhalten, wie es zum Beispiel bei einer Voliere der Fall wäre.
    Nun ist es ziemlich eng. Deswegen sollten sie den Stall erweitern, wenn Sie die Möglichkeit haben sollten. Dazu kann man einen Pavillon oder ein Partyzelt benutzen, welche ganz geschlossen werden können. Diese können sie mit Ihrem Stall verbinden. Haben Sie eine Voliere, dann können Sie diese mit einem Zelt oder einem Pavillon umschließen.
    Jetzt haben die Hühner mehr Platz, weshalb sie sich nicht mehr so eingeengt und gestresst fühlen. Diese Erweiterung dient perfekt für ein Sandbad, welche der Hühnerhalter dort ganz einfach einrichten kann. Das Sandbad ist wichtig, da es der Gefiederpflege dient, um Ungeziefer sowie Bakterien zu entfernen und das Wohlbefinden der Hühner auf jeden Fall steigern wird.
    Wichtig ist, dass kein Sandbad im Stall eingerichtet wird. Durch ihre Pflege wirbeln die Hühner extrem viel Staub auf, welcher in dem kleinen Stall nicht entweichen kann. Dies hat schädliche Auswirkungen auf die Atemwege der Tiere.

  4. Lavendel im Stall
    Lavendel ist bekannt für die die entspannende Wirkung, welche er bei Menschen erzielt. Genau so wirkt der Lavendel auch auf die Hühner.
    Merken Sie, dass Ihre Hühner gestresst werden, was man zum Teil an der schlechten Legeleistung merkt, dann können die Lavendel benutzen, um den Stress zu reduzieren.
    Sie können den Lavendel im Stall aufhängen oder auch in das Legenest der Hennen legen. Die Tiere nehmen den Duft sofort wahr und werden sich dadurch etwas beruhigen.

  5. Hygiene im Stall
    Hygiene ist einer der wichtigsten Faktoren, auf die man in der Hühnerhaltung immer achten muss. Jedoch ist diese in der Stallzeit noch wichtiger, da alle Tiere in einem Raum sind und dadurch viel mehr Dreck und Kot entsteht.
    Jetzt ist es von großer Bedeutung, dass der Stall regelmäßig ausgemistet, gereinigt und auch desinfiziert wird. Vor allem sollten der Futtertrog und die Wassernäpfe immer sauber bleiben. Schließlich sollen die Hühner gesund bleiben, da sie auch nun dort ihre Eier legen müssen.
    Wenn Sie nicht auf die Hygiene achten, so entstehen in wenigen Tagen Viren, Bakterien, Keimen und Milben, die den Hühnern gesundheitliche Schäden zufügen.

  6. Unterschlupf im Stall
    Die Hühner benötigen Orte, an denen sie sich auch mal vor den anderen Hühnern zurückziehen können, um sich etwas auszuruhen. Deshalb können Sie nun im Stall kleine Verstecke oder einen Unterschlupf bauen, welche nicht teuer sind und einfach einzurichten sind.
    Sie können ein Brett benutzen und es so aufstellen, dass die Hühner sich dahinter verstecken können oder Sie benutzen einen Blumentopf und legen diesen auf die Seite, damit die Hühner sich reinlegen können. Auch Transportboxen, die für kleine Haustiere benutzt werden, erfüllen ihren Zweck.

  7. Ein Spielplatz im Stall
    Dazu benötigt man lediglich ein paar Latten, um für Abwechslung im Stall zu sorgen. Sie können die Latten so anrichten, dass die Hühner drauf klettern oder balancieren können. Oft nutzen sie diese Platten auch als eine Sitzgelegenheit.
    Nun haben Sie Ihren eigenen Parcours gebaut.

  8. Viel Licht
    Die Lichtverhältnisse im Stall sind wichtig, denn auch diese wirken sich auf das Wohlbefinden und auf die Legeleistung der Hennen aus.
    Es muss 14 Stunden am Tag auf jeden Fall hell sein. Da die Stallpflicht in der Regel dann eingeführt wird, wenn die Vogelgrippe eintritt, ist es oft Winter. Deshalb benötigen sie vor allem morgens und abends Licht.
    Hilfreich sind Infrarotstrahler, da diese die Hennen in der kalten Jahreszeit wärmen und ihre Gesundheit positiv beeinflussen.